Form und Handlung

 

Die längste überlieferte Fassung des Liedes besteht aus 20 Strophen. Diese setzen sich durchgehend jeweils aus einem zweizeiligen Couplet und einem zweizeiligen Refrain zusammen, in dem der letzte Teil der zweiten Verszeile doppelt wiederholt wird. Am Ende jeder ersten Zeile folgt ein längeres Trällern ohne lexikalische Bedeutung (tra la la …), nach der ersten Refrainzeile ein knapper Ausruf (gê!). Insofern weist jeder dieser Vierzeiler lediglich eine kurze Information auf – beispielsweise „Drei junge Matrosen machten sich auf die Reise“ –, die vollständig bereits in der zweiten Zeile formuliert ist. Diese Liedform entspricht dem traditionellen Kan ha diskan, sinngemäß „Gesang und Antwort“, bei dem ein Wechselgesang zwischen zwei, seltener drei Sängern oder Sängerinnen erfolgt. Im Unterschied zu dem verwandten formbildenden Prinzip des Call and Response kommt den Vortragenden hierbei aber eine gleichwertige Bedeutung zu, weil beide den Tanzenden Tempo und Rhythmus vorgeben.
In nahezu allen historischen Varianten des Lieds (siehe dazu weiter unten) besteht in den Strophen eine identische Metrik mit 13 Versfüßen, davon sieben im Refrain.
Der Text beginnt mit der Beschreibung einer Atlantikfahrt dreier junger Seeleute nach Nordamerika und entwickelt sich ab der fünften Strophe zu einem Dialog zweier Menschen, die beide in ärmlichen Verhältnissen leben. Bei diesem Übergang wechselt auch die Erzählperspektive; an die Stelle des unbeteiligten Erzählers (auktoriale Situation) tritt die direkte Unterhaltung zwischen einem der Matrosen – die beiden anderen kommen in der Folge nicht mehr vor – und einer Frau, der er nach dem Anlegen begegnet. Schnell stellt sich heraus, dass die beiden sich nicht nur aus Frankreich kennen, sondern sich dort die Ehe versprochen und in Nantes sogar schon gemeinsam Trauringe angeschaut hatten. Allerdings waren beide mittellos, so dass sie das Versprechen nicht einhalten konnten. Aufgrund welcher Umstände sie damals getrennt wurden, beantwortet das Lied ebenso wenig wie die Frage, was die Frau „über den großen Teich“ verschlagen hat.
An dieser Stelle des Liedes, mit der achten Strophe, wechselt das Tempus von der Vergangenheits- in die Zukunftsform (futur simple) – das Paar spricht also darüber, was sie ab jetzt tun werden. Dabei beschreibt die Frau ihrer beider materielle Situation detailliert und anschaulich: „Wir besitzen kein Haus und keinen Halm, nicht einmal ein Bett, weder Laken noch Zudecke oder Kopfkissen. Es fehlen uns Essnapf und Löffel und alles, woraus wir Brot backen können“ (Nous n'avons ni maison ni paille, ni lit pour dormir la nuit, ni drap ni couverture ni édredon sous la tête, ni écuelle ni cuiller. Ni de quoi faire du pain). Er hält dem entgegen, dass sie sich einfach die Natur zum Vorbild nehmen sollen: „Wir machen es wie das Feldhuhn und schlafen auf dem Boden; und so wie die Schnepfe stehen wir bei Sonnenaufgang auf“ (Nous ferons comme la perdrix: nous dormirons sur la terre. Nous ferons comme la bécasse: quand le soleil se lève elle va courir). Mit der anschließenden Erklärung, sein Lied sei nun zu Ende, aber „setze es fort, wer das vermag“, lässt er offen, ob sich die skeptische Vernunft oder die naive Liebe durchsetzt und die Beziehung des Paares diesmal eine Fortsetzung findet. Dieser offene Schluss ermöglichte es zudem, durch Hinzudichtung weiterer Strophen die Dauer des Tanzes zu verlängern.